Bericht im Straubinger Tagblatt zum Neubau von Ausstellungs- und Produktionsstätte

Wintergarten Gruber bleibt in Ascha – Öffnung des weitläufigen Neubaus Frühjahr 2019

Ascha. (hab) Am Ortseingang von Ascha wächst an der Staatstraße von Straubing kommend über das laufende Jahr eine moderne Produktionsanlage. Im Oktober 2017 begann das Unternehmen Wintergarten Gruber mit dem Neubau einer großzügigen und lichtdurchfluteten Produktions- und Ausstellungsstätte. Noch Ende dieses Jahres soll mit dem Umzug der Firma von der Fassbinderstraße im Industriegebiet von Ascha begonnen werden. Ab dem Frühjahr 2019 steht dann ein Wintergarten-Zentrum für den Kunden zur Verfügung, in dem er alles findet, von der professionellen Beratung zur Planung, dem Verkauf bis zur Produktion und darüber hinaus dem Zubehör im Wintergartenbereich.

Ausstellungsflächen im Innen- und Außenbereich

Das Projekt, in das 7,8 Millionen Euro investiert werden, umfasst auf einem 40 000 Quadratmeter großen Grundstück einen dreigeteilten Komplex mit 16 000 Quadratmeter bebauter Fläche. Im Süden an der Staatsstraße von Gschwendt nach Ascha erwarten den Kunden parkähnliche Außenflächen mit Parkplätzen und Schauraum im Außenbereich. Im Indoor-Bereich werden auf 800 Quadratmeter weitläufiger Ausstellungsflächen dem Interessierten auf zwei Stockwerken die verschiedenen Wohnkonzepte vorgestellt. Ein Wohlfühlbereich mit integriertem Café soll die Möglichkeit bieten, die Wintergartenkonzepte hautnah auf sich wirken zu lassen. Des Weiteren wird auf einer Galerie Zubehör rund um den Wintergarten, wie zum Beispiel Beschattung und Insektenschutz präsentiert. Mit seiner funktional geprägten Glasfassade soll dieser erste Bereich als Ideengeber für Architekten, Planer und Generalunternehmer sowie deren Kunden dienen. In 500 Quadratmeter modernen, in die Ausstellung integrierten Büroflächen findet die professionelle Beratung über bewährte Planungs- und Fertigungskonzepte statt.

Neben diesem Ausstellungsbereich werden sich im mittleren Gebäudesektor die Planungs- und Produktionsleitung befinden und direkt daran angeschlossen die Ausbildungswerkstatt sowie die Sozialräume für die Beschäftigten.

Im Norden schließt der 2 700 Quadratmeter umfassende Fertigungsbereich mit entsprechenden Lagerflächen an. Dieser topmoderne Bereich ist schallgedämpft von den Arbeits- und Montageplätzen getrennt, die im östlichen Bereich liegen. Der Produktionsbereich ist zudem mit Fußbodenheizung versehen und wirkt durch die rundum mit 1900 Quadratmeter Dreifach-Isolierglas versehene reine Glasfläche hell und offen. Ohne hohen Klimatisierungsaufwand dient diese im Sommer für natürliche Beschattung und im Winter geht keine Energie verloren. Energetisch entspricht der Betrieb dem KFW-55-Standard und wird regenerativ zu 100 Prozent mit einem eigenen Biomassekessel versorgt. Damit der offene, freundliche Charakter der Hallen nicht gestört wird, wird der Werkhof mit Lieferantenzufahrt hinter das Gebäude verlegt. Zum Schutz der Anwohner wurde auf jegliche Öffnungen in der dorfzugewandten Glasseite verzichtet; zusätzlich wird ein bepflanzter Lärmschutzwall angelegt.

Von Beratung, über Produktion bis Montage in einer Hand

Dieser neue Betrieb spiegelt die Firmenphilosophie von Wintergarten Gruber wieder. Alles soll in einer Hand liegen, von der Beratung über die Planung bis zur Produktion und Montage. Hier sieht man im Vergleich zu Industriebetrieben seine Stärke. In erster Linie sind es Privatkunden, die diese persönliche Zusammenarbeit schätzen sowie das Preis-Leistungsverhältnis und die Professionalität des Handwerksbetriebes. Etwa 150 Wintergärten pro Jahr, zahlreiche Terrassendächer und nicht zu vergessen die Umbauten und kleinen Anbauten an Altbauten, die den Hauptbestandteil der Aufträge ausmachen, gehören zur Arbeit von Wintergarten Gruber in Ascha. Der Meisterbetrieb hat sich aber darüber hinaus auch auf Metallbau spezialisiert. Im Bereich Mittelstand gehören Gewerbegebäude mit allen zugehörigen Konstruktionskomponenten von der Glasinnenkonstruktion bis zum Ladenbau mit Schaufenster und weitläufigen Glasfassaden zu den weit über 2000 über ganz Bayern verstreuten Referenzen. Zum technischen Gerät kommen dabei auch der werkseigene Minikran und eine spezielle Glassauganlage zum Einsatz.

Kompetente Facharbeiter als Basis

Besonderen Wert legen Heinrich Gruber, der 1991 gemeinsam mit zunächst drei Beschäftigten die Firma gegründet und 1996 gewagt hat, in Ascha im Industriegebiet das derzeitige Produktionsgebäude von Wintergarten Gruber zu errichten, und seine Söhne Christian und Julian, die sich, nachdem der Vater die Hauptverantwortung an die jüngere Generation weitergeben hat, auf den Verbleib ihrer Firma in Ascha. Immer wieder klingt im Gespräch mit den Inhabern Heinrich und Christian Gruber die positive Einstellung zur Belegschaft durch. Die derzeit etwa 45 Mitarbeiter stammen weitgehend aus der Umgebung. Viele gehören dem Betrieb seit 15 bis 25 Jahre an. Dieser Zusammenhalt ist spürbar. Trotz zehnprozentiger Umsatzsteigerung arbeiten sie stolz selbst am Bau ihrer „neuen Werkstatt“ und „ihres Büros“ mit. Groß geschrieben wird in der Familie Gruber auch der Bereich Aus- und Weiterbildung. So leistet man sich im neuen Betrieb den Luxus einer Ausbildungswerkstatt. Seit der Gründung vor 27 Jahren werden jährlich sechs Lehrlinge ausgebildet. In den letzten zehn Jahren konnten 80 Prozent davon übernommen werden. Dass diese auch dem Betrieb treu blieben, zeugt für ein menschliches Betriebsklima, nicht zuletzt als Folge eines überschaubaren Familienbetriebs im Gegensatz zu einem Industriebetrieb. Die Hälfte der heute Beschäftigten haben bei Wintergarten Gruber gelernt. Aber auch für Praktikanten oder Aktionen wie dem Girls-Boys-Day steht man zur Verfügung.

Der alte Betrieb an der Fassbinderstraße in Ascha wird nach dem Umzug in das neue Firmengebäude weiter bestehen. Eine grundlegende Expansion ist nicht vorgesehen, sondern lediglich eine Sicherung des Produktionsstandortes und damit der Arbeitsplätze, wozu allerdings bereits ein Mitarbeiterzuwachs notwendig ist, so dass durch den Neubau von Wintergarten Gruber in Ascha neue Arbeitsplätze in der Region entstehen.

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